Samstag, 21. Januar 2012

Aktion: Wer küsst den Wolf zuerst?

Der Arena-Verlag hat zu einem Wettbewerb aufgerufen, ich habe mitgemacht und zeige nun, in diesem Post, meinen Beitrag. Für Informationen zum Wettbewerb *klick*. Die Aufgabe war es, entweder einen Blogeintrag oder ein Video zu erstellen, welches auf schöne, lustige, kreative und/oder außergwöhnliche Weise, drei Fragen beantwortet. Die drei Fragen:

1. Was gefällt dir am Rotkäppchen-Märchen?
2. Wie, glaubst du, wurde die moderne Version umgesetzt?
3. Warum willst du die erste Rezension schreiben/drehen?

Hier nun mein Beitrag:


Ein Interview



Der Wolf: Frau Rotkäppchen, wie ist es Ihnen ergangen, in der Zeit vom Märchen bis jetzt?

Frau Rotkäppchen: Erst mal möchte ich anmerken, dass es scheinbar die Ironie des Schicksals ist das wir uns heute treffen und Sie der Reporter sind. Haben Sie doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Wolf von Damals.

Der Wolf: Ich? Grgrgr, niemals! Wir wissen doch beide, dass der Wolf damals gestorben ist. Schauen Sie mich doch an, mein Herz ist rein und fein, genau wie mein Fell. Was man nun nicht von allen Anwesenden behaupten kann.

Frau Rotkäppchen: Unerhört, spielen Sie etwa auf meine Kappe an, welche im Laufe der Zeit etwas verblichen ist?

Der Wolf: Ich? Grgrgr, niemals!

Frau Rotkäppchen: Sie wiederholen sich.

Der Wolf: Frau Rotkäppchen, was hat Ihnen denn an der damaligen Geschichte am besten gefallen?

Frau Rotkäppchen: Wissen Sie, ich liebe es noch heute von dem Moment zu erzählen, als meine Großmutter und ich aus dem Bauch des gefräßigen Wolfes befreit wurden und wir ihm Steine eingenäht haben. Das war wahrhaftig eine schwere Mahlzeit für ihn. Außerdem liebe ich meine rote Kappe, welche ich auch heute noch trage. Sie ist von meiner geliebten Großmutter und ja, die Liebe zwischen ihr und mir, als Enkelin, war Damals stark. Ich liebte es, meiner bettlägerigen Großmutter auszuhelfen und ihr so den Alltag zu erleichtern. Haben sie Großeltern, Jungspund?

Der Wolf: Grgrgr, mein Großvater ist von uns gegangen, er hatte Magenbeschwerden. Aber lassen sie uns weiter machen. Was glauben Sie, wie die moderne Version des Märchens umgesetzt werden wird?

Frau Rotkäppchen: Das ist schwer zu sagen.  Moderne Märchen sind etwas ganz anderes als die alten Märchen, welche ich am eigenen Leib erfahren habe. Damals war ich naiv und gutgläubig. Ich gehe davon aus, das die neue Rotkäppchen eine starke Persönlichkeit hat und sich nicht so schnell vom Wolf blenden lassen wird. Sagen sie, sind sie Single?

Der Wolf: Ich? Grgrgr, niemals!

Frau Rotkäppchen: Ihre Nase wird immer länger, Herr Wolf. Jedenfalls zeigt uns diese Tatsache, dass sie Single sind und unser heutiges Rotkäppchen lässt sich nicht von Ihnen blenden. In der heutigen Welt sind die Wölfe auch wahre Lämmer, es gibt viel bösere Buben da Draußen. Eine Anforderung ist, dass der böse Bube auch eine liebenswerte Seite haben muss – unser modernes Rotkäppchen braucht schließlich einen Deckel. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ich muss mich überraschen lassen. Es ist wirklich schwer, alte Märchen in die moderne Welt zu holen, das überlasse ich lieber Frau Engelmann.

In der heutigen Welt sind die Wölfe auch wahre Lämmer

Der Wolf: Frau Rotkäppchen, eine letzte Frage habe ich noch: Warum wollen Sie die erste Rezension zum Buch schreiben?

Frau Rotkäppchen: Herr Wolf, ich bitte Sie; Weil ich DIE Zeitzeugin bin und es lesen will. Ich will wissen was meine Nachfolgerin auf dem Kasten hat und will mich von einem neuen Märchen verzaubern lassen. Märchen lesen hat etwas unbeschwertes, man ist sofort zurück in seine Kindheit versetzt und spürt bei jeder neuen Seite den Zauber von Damals.

Der Wolf: Frau Rotkäppchen, ich bedanke mich für das Interview. Und nun kommen Sie mal näher mein Kind, damit ich Sie besser riechen kann.

Frau Rotkäppchen: Kommen Sie näher, mein Kind, damit ich Sie besser jagen kann!!!


Kommen Sie näher, mein Kind, damit ich Sie besser jagen kann!

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