Freitag, 23. März 2012

Rezension: Marie Hermanson - Himmelstal

Marie Hermanson - Himmelstal

Als ich auf vorablesen von dem Buch Himmelstal gelesen habe, war ich direkt hin und weg. Die Idee, dass sich zwei Zwillingsbrüder austauschen und einer in Himmelstal, einer angeblichen Privatklinik für reiche Menschen mit Burnout & Co, feststeckt, hat mich gereizt. Leider kann ich jetzt schon sagen, dass das Buch meine Erwartungen wirklich nicht erfüllt hat. Ich habe mich durchgekämpft und immer auf eine Wendung gehofft, welche nicht eingetreten ist.

Klappentext (suhrkamp.de):

"Himmelstal, idyllisch in den Schweizer Alpen gelegen, ist das Paradies auf Erden. Hier können sich reiche Patienten von ihrem Burnout-Syndrom erholen. Sie verbringen ihre Tage am Pool, genießen die frische Luft und die Aussicht auf die Berge. Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik besucht, ist er von der 'Zauberberg'-Atmosphäre so angetan, daß er beschließt, noch ein paar Tage länger zu bleiben. Max will in dieser Zeit ein paar Geschäfte in Italien erledigen und bittet seinen Bruder, ihn zu 'vertreten'. Aber in dem malerischen Alpental ist nichts, wie es scheint, und für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel."

Meine Meinung:

Ich beginne mal mit dem Punkt, der diesem Buch, wortwörtlich, den Popo gerettet hat: Die Idee! Zwillinge, welche ihre Identität wie früher beim Doppelten Lottchen tauschen, das Geheimnis von Himmelstal und letztendlich auch, was Himmelstal wirklich ist. Das alles verspricht einen außergewöhnlichen und spannenden Thriller, welchen ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Wenn, ja wenn der Rest nicht wäre.

Ich weiß nicht, warum das Buch als Psychothriller betitelt ist. Unter einem Psychothriller stelle ich mir weitaus mehr vor, als hier geboten wurde. Es kam an wirklich keinem Punkt ein Gefühl von Spannung auf. Mehr noch, die Handlungen sind durchschaubar und haben für mich mit einem Psychothriller nichts zu tun.

Auch die Charaktere sind nicht das Gelbe vom Ei. Max und Daniel haben mir zwar anfänglich gefallen, jedoch konnte ich später nur noch den Kopf über die Handlungen schütteln. Das selbe gilt für andere Personen in diesem Buch - man hätte so viel mehr aus ihnen machen können, stattdessen blieben sie ein schwarzer, unlogischer und komischer Fleck.

Das Ende war dann wirklich die Krönung des Ganzen und ich habe, leider, nur noch gehofft, dieses Buch bald beendet zu haben. 

Trailer:


Fazit: 

Eine tolle Idee, die mich in dieser Form leider überhaupt nicht begeistern konnte. Zwei Pandabären gibt es - empfehlen kann ich das Buch leider nicht. Danke an vorablesen.de und den Insel Verlag für die Bereitstellung dieses Buchs.

2/5 Pandabären
Details:
Klappenbroschur
427 Seiten
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 9783458175308

Links:
Leseprobe

Kommentare:

  1. Ich glaube 2012 ist echt das Hochjahr der neuen Fantasybücher :DD Wenn ich eine Buchhandlung besuche fällt mir die Entscheidung noch viel schwerer als früher^^

    LG Plumblossoms

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  2. Schade, dass das Buch nicht deinen Erwartungen entsprach. Blöd, wenn soviel mehr drin gewesen wäre, dass unbefriedigende Gefühl hatte ich als Leser auch schon oft.
    Trotzdem gute Rezi!

    LG
    Lilly

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  3. Echt eine tolle Rezi. Ich hab noch nicht mal die Leseprobe dazu gelesen, was ich vielleicht tun sollte. Fand nur den Klappentext ansprechend und die Idee ganz toll und wollte daher das Buch lesen.
    Ich werds mir jetzt aber nochmal überlegen. :) Nichts ist blöder, als sich durch ein Buch zu kämpfen, wenn man doch weiß das es so viele gute Bücher gibt, die noch darauf warten gelesen zu werden.

    Liebe Grüße
    Petra

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    1. P.S. Hab dein Bolg jetzt in die Lesenswert-Blogroll aufgenommen. Find ihn nämlich ganz ganz toll. :)

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    2. Hey Petra :-) Ersteinmal danke für dein Kompliment, ich freue mich sehr :-))

      Die Leseprobe gibt leider so gar nicht wieder, wie das Buch ist. Die Story klingt so gut und auch die Leseprobe verspricht viel, was dann (leider) nicht gehalten wird. Es gibt aber durchaus Leute, denen dieses buch sehr gut gefallen hat. Aber ein Thriller ist es für mich definitiv nicht. Von meiner Seite würde ich sagen: ja, überleg dir das nochmal. Aber wer weiß, hinterher gefällt es dir? Leider findet man dazu nicht allzu viele Meinungen. Ich werde ja sehen, ob du es probiert hast ;-)

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  4. Oh, gut zu wissen. Ich hatte mir das eigentlich vorgemerkt, denke aber jetzt, dass es nichts für mich sein dürfte.

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